Kolumbien: die Küste auf dem Pazifik

Regionen Kolumbiens

Kolumbien – das ist unberührtes Amazonasgebiet, Karibik, lateinamerikanische Rhythmen und präkolumbische Kulturzeugnisse. Ein Land voller spektakulärer Landschaften, kultureller Höhepunkte und Natur pur.

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Bogotá ist die Hauptstadt Kolumbiens und auch für Besucher das Eingangstor nach Kolumbien. Die Stadt liegt in einer fruchtbaren Hochebene der Anden und hat circa sieben Millionen Einwohner. Candelaria, die Altstadt Bogotás mit ihren historischen Gebäuden und Plätzen, die seit 2006 teilweise in eine reine Fußgängerzone umgewandelt wurde, eröffnet faszinierende Blicke in die Zeit der spanischen Kolonialisierung, aber auch in das moderne Leben Kolumbiens.
Neben dem Nationalmuseum und dem „Museo de Arte Colonial“ gehört das 1938 eröffnete „Museo del Oro“ zu den schönsten Museen der Stadt. Es beherbergt mit 38.000 Exponaten die weltweit wichtigste Sammlung präkolumbischer Goldkunstwerke. Viele der Exponate stammen von der so genannten Eldorado-Lagune von Guatavita, die eine Fahrstunde entfernt von Bogota liegt und noch heute besucht werden kann.

Daneben gibt es im Umland einige alte koloniale Dörfer wie etwa Tenza, Tunja oder Villa de Leyva, das als eines der schönsten in ganz Südamerika gilt, zu besichtigen. Versteckt zwischen den Anden liegen einige sehr schöne Bergseen, wie beispielsweise bei Paipa, das ebenfalls für sein besonders angenehmes Klima und seine heißen Quelle bekannt ist. Außerdem gibt es nördlich von Bogotá mit der Salzkathedrale von Zipaquira ein einmaliges Monument. Sie wurde in einem Salzbergwerk in 120 Meter Tiefe ausgehoben! Wer sich mehr für Botanik interessiert kann von Bogotá aus in südliche Richtung fahren und erreicht schon nach eineinhalb Stunden Fusagasuga in tropisch warmem Klima. Hier gibt es in einer schönen Finca die reichhaltige einheimische Flora mit einer Vielzahl an Bromelien und Orchideen sowie eine typische Kaffeeplantage, in der man Einzelheiten über den Kaffeanbau erfährt, zu besichtigen. Der Nationalpark Chingaza ist dagegen etwas für Natur- und Wanderbegeisterte. Er erstreckt sich gut 50 Kilometer entfernt von der Hauptstadt entlang der Ostkordillere der Anden in bis zu 4000 Meter Höhe. Die unberührten Waldlandschaften, schönen Lagunen und der karge Paramo werden bei einer rund vierstündigen Wanderung erkundet.

Ostkolumbien:
Überquert man von Bogotá aus die östliche Andenkordillere und fährt dann die Andenhänge hinab, erreicht man die Ebene der Llanos. Die atemberaubende Fahrt durch Canons, entlang steiler Abhänge und über bis zu 3200 Meter hohe Bergpässe bis nach Villavicencio dauert etwa zweieinhalb Stunden. Die Llanos selbst sind eine riesige Grasebene, die bis weit nach Venezuela hineinreicht und von einer einmaligen Vogelwelt und riesigen Fincas (Rinderfarmen) geprägt sind. Südöstlich von Bogotá findet man den Macarena Nationalpark, der eine einmalige Mischung zwischen der Tier- und Pflanzenwelt der Anden und der Llanos beheimatet. Hier gibt es noch unberührte Wälder, glasklare Flüsse und eine intakte Natur zu entdecken!
Begrenzt werden die kolumbianischen Llanos im Osten durch den Rio Orinoco, dessen Galeriewälder die Heimat vieler bedrohter Tierarten darstellen. Diese sehr abgelegene Region ist noch total unberührt und man findet hier noch einige traditionell lebende Eingeborenengemeinschaften

Amazonas:
Der kolumbianische Teil Amazoniens ist noch sehr ursprünglich, unberührt und mit Ausnahme einer Anzahl indigener Bevölkerungsgruppen kaum besiedelt. Leticia, eine kleine Stadt im Dreiländereck Kolumbien, Brasilien und Peru, ist das Eingangstor in diese faszinierende Region. In der Umgebung leben noch Ticuna- und Yagua-Indianer in traditionellen Urwald-Siedlungen, die in einer überwältigenden Naturszenerie eingebettet sind. Besonders beeindruckend ist eine Bootsfahrt bei Nacht, bei der man die Geräusche des Regenwaldes in sich aufnehmen kann und die leuchtenden Augen der Kaimane im Wasser sieht. Bei Regenwaldwanderungen erfährt man viel über die hier wachsenden Pflanzen und ihre heilende Wirkung. Außerdem kann man die größte Wasserlilie der Welt, die Victoria Regia entdecken und in ruhigen Seitenarmen des Amazonas die bekannten Piranhas angeln. Im Regenwald wurden inzwischen einige Reservate eingerichtet, die sich teilweise durch den Ökotourismus finanzieren. Hier kann man in- mitten des Regenwaldes leben und die Natur entdecken.

Reserva Natural Palmari:
In diesem, gut dreieinhalb Fahrstunden von Leticia entfernten Reservat, gibt es eine einmalige Artenvielfalt und man kann die Natur auf vielfältige Weise entdecken. Unter anderem besteht die Möglichkeit zu Urwaldwanderungen, Kanufahrt auf dem Río Yavarí mit Beobachtung der rosafarbenen Delphine, Pirañafischen, nächtlicher Ausflug zur Beobachtung der Kaimane, Vogelbeobachtung, Bad im Naturschwimmbecken, Canopying und für die ganz Mutigen das tolle Erlebnis einer Übernachtung im Urwald.

Naturpark Amacayacu:
Der Naturpark ist Heimat für vielerlei Affen- und Papageienarten, Kaimane, Boas, rosafarbene Delphine, die Chapara (größte Süsswasserschildkröte der Welt) und die „Victoria Regia“, die als größte Lotuspflanze der Welt gilt.

Westkolumbien:
Kolumbien wird im Westen durch den Pazifik begrenzt, dessen Küstenlinie viele einsame Buchten, aber auch steil abfallende Klippen bietet. Häufig reicht hier der unberührte Regenwald, den man hier in so genannten Eco-Lodges entdecken kann, noch direkt bis an die Küste heran. Die Kombination von Regenwald und traumhaften Stränden ist beinahe einmalig und ein Höhepunkt jeder Reise. Zirka 30 Kilometer vor der Küste liegt der Archipel „Gorgona“, der für seinen Reichtum an Flora und Fauna bekannt ist. Die Unterwasserwelt ist ideal zum Tauchen! Von Juni bis September kann man hier auch Buckelwale bei der Geburt ihres Nachwuchses beobachten.
Das Hinterland ist geprägt durch die westlichen Ausläufer der Anden, die hier auf über 5000 Meter ansteigen. Größte Stadt der Region ist Cali, eine der ältesten Städte Amerikas. Heute findet man nur noch wenige Überreste der Kolonialzeit, es ist eine moderne, junge und dynamische Stadt. Um die Stadt herum findet man aber noch viele traditionelle Zuckerrohrplantagen und schöne Kolonialstädte wie etwa Popayan, das auch Ciudad Blanca, „die weiße Stadt“ genannt wird und das Zentrum der Guambino-Indianer ist. Bis an die ecuadorianische Grenze gibt es in den Anden, vor allem um die Stadt Pasto, einige sehr schöne Lagunen, teilweise in Nationalparks gelegen und eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Außerdem gibt es mit Buga und der Kirche Santurio de las Lajas zwei bedeutende Pilgerstätten in der Region.
Mehr im Landesinnern liegt die Region Tierradentro mit dem gleichnamigen archäologischen Park, einem Welterbe der Menschheit, in dem sich die Überreste der sogenannten Tierradentro-Kultur befinden. Weiter südlich gibt es eine weitere bedeutende Fundstätte in San Agustin, die ebenfalls zum Welterbe der Menschheit zählt.

Karibikküste:
Die kolumbianische Karibikküste ist geprägt durch traumhafte, lange Sandstrände, unberührte Natur und koloniale Städte, die einen 400 Jahre in die Vergangenheit zurück versetzen. Größte Stadt und als Perle der Karibik bekannt, ist Cartagena, die mit ihrem komplett ummauerten, alten Stadtzentrum mit Festungsring zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt wurde. Ihr vorgelagert, liegen eine Vielzahl von kleinen Inseln mit Stränden mit glasklarem Wasser, die ideal zum Schnorcheln und Erholen sind. Entlang der Küste gibt es noch einige natürliche Mangrovenwälder, die ein einzigartiges Biotop für Pflanzen und Tiere bilden. Außerdem findet man hier noch zahlreiche ursprüngliche Fischerdörfer mit einzigartigem Charme. Im Hinterland liegt der Vulkan Totumo, in dem man ein erholsames Schlammbad nehmen kann. Kolumbien ist dafür bekannt, das Land Lateinamerikas zu sein, in dem das “reinste” Spanisch gesprochen wird. Deshalb bietet es sich geradezu an, seinen Sprachkurs in der Karibik zu besuchen und neben dem Erlernen oder Vertiefen der spanischen Sprache auch noch von traumhaften Stränden, südamerikanischem Lebensgefühl, einmaliger Natur und erlebbarer Geschichte zu profitieren.

Eine weitere bedeutende Stadt und großes Tourismuszentrum Kolumbiens an der Küste ist Santa Marta zu Füßen des höchsten Küstengebirges der Welt, der Sierra Nevada de Santa Marta. Von hier kann man in Tagesausflügen verschiedene verlassene Siedlungen und Überreste der Tayrona-Indianer besuchen. Hier reicht der tropische Nebelwald häufig direkt bis an das karibische Meer heran und eröffnet damit paradiesische, einsame Buchten. Ein gutes Beispiel ist hierfür etwa der Park Tayrona, in dem man nach verschieden langen Wanderungen durch unberührten Regenwald immer wieder einmalig schöne Traumstrände entdecken kann.

Ganz im Osten, an der Grenze zu Venezuala, liegt die Guajira-Halbinsel, auf der es eine echte Wüste, und außerdem bedeutende Kolonien von roten Flamingos und anderen Wasservögeln gibt.

Zirka 770 Kilometer vor der Küste und damit weit im karibischen Meer, liegt der Inselarchipel von San Andrés und Providencia. Hauptinsel ist die 13 Kilometer lange und drei Kilometer breite Insel San Andres, geprägt durch große Palmwälder und einige sehr schöne Sandstrände. Ein Taucher- und Schnorchelparadies ist auch die 90 Kilometer entfernt gelegene, kleinere Insel Providencia.
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