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Länderinformation: Bolivien

 
 
 Bolivien - Landesregionen & Sehenswürdigkeiten:      


LA PAZ

La Paz gehört mit einer Höhe von ca. 3600 Metern zu den höchst gelegenen Metropolen der Welt und wird auch als „Stadt des Friedens“ bezeichnet. Im pulsierenden La Paz leben mehr als 1,3 Millionen Einwohner. In der näheren Umgebung findet man das berühmte Mondtal und den Chakaltaaya Gletscher. La Paz selbst bietet auch sehr viele Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Präsidentenpalast, die San Fransisco Kirche, die Santo Domingo Kirche, das Nationalmuseum, das historische Museum und vieles mehr. Bekannt ist La Paz auch für seine unzähligen Märkte. Der wohl berühmteste ist der Hexenmarkt, auf dem man Kräuter und Glücksbringer erwerben kann.

SUCRE & POTOSÍ

In Sucre, das 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, findet man viele beeindruckende koloniale Bauten und die Innenstadt ist von malerischen Gassen geprägt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen zum Beispiel die Kathedrale, die Casa de la Libertad, zahlreiche Museen und das Santa Clara Kloster. Sucre ist Ausgangspunkt für viele Ausflugsziele, wie zum Beispiel für einen Ausflug zu den heißen Quellen von Talula oder zum Sonntagsmarkt von Tarabuco, einem der schönsten Indio-Handarbeitsmärkte Lateinamerikas. Von Sucre aus geht es durch grüne Täler, karge Berglandschaften und am Ende in steilen Serpentinen in das auf ca. 4000m gelegene Potosi, die höchstgelegene Großstadt der Welt. Dem reichhaltigen Silbervorkommen, welches 1545 entdeckt wurde, verdankt die Stadt ihren frühen Reichtum. Bis heute werden noch ca. 46.000 Tonnen Silber abgebaut. Der Besuch einer Silbermine wird somit zum unvergesslichen Erlebnis. In Potosi kann man aber noch viele andere Attraktionen, wie zum Beispiel das Casa Real de la Moneda, erleben. Während die meisten spanischen Städte des 16. Jahrhunderts ihr Gesicht verändert haben, scheint in Potosi die Zeit stehen geblieben zu sein und deshalb ernannte die UNESCO Potosi zum Weltkulturerbe der Menschheit. Die zahlreichen Kirchen kann man bei einem Spaziergang besichtigen, und in einem der vielen Cafés den bolivianischen „Way of Live“ genießen.

SANTA CRUZ

Das im Jahre 1561 gegründete Santa Cruz ist das wichtigste Wirtschaftszentrum des Landes. Hier wird mit Agrarprodukten, tropischen Früchten, Reis und Zucker gehandelt. In Santa Cruz findet man die unterschiedlichsten Nationalitäten wie Asiaten, Deutsche, Engländer und Araber. Diese sorgen für einen kosmopolitischen Mix der Kulturen. Sehenswert ist das historische Museum mit seinen Relikten aus den Jesuitenmissionen und das Casa de la Cultura Raul Otero Reich, in dem man Ausstellungen der Archäologie und der indigenen Kultur finden kann. Des Weiteren ist Santa Cruz idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zum Amboro Nationalpark, in die Stadt Samaipata oder in den Regenwald.

UYUNI & LAGUNEN

Der Salar de Uyuni gilt als der größte Salzsee der Erde und ist neben dem Titicacasee einer der landschaftlichen Höhepunkte des Altiplano. Die dort ständig auftretenden Temperaturschwankungen sowie die Regenfälle von November bis März bedingen die stetige optische Veränderung der Salzwüste. Dieses Naturphänomen macht den Salzsee zu einer fantastischen Sehenswürdigkeit in Bolivien, die Sie mit ihrer surrealen Landschaft und schneeweißen Farbe verzaubern wird.


SAJAMA NATIONALPARK - Ab La Paz

Der Sajama Nationalpark befindet sich im Westen der Anden und grenzt an Chile und den Lauca Nationalpark. Im Park befindet sich der gleichnamige Berg Sajama, der mit seiner Höhe von 6.542 Metern der höchste Boliviens ist. Der Nationalpark ist Lebensraum für die seltenen Vicuñas, die man hier in freier Natur beobachten kann.

MADIDI NATIONALPARK & PAMPAS - Ab La Paz

Der Madidi Nationalpark ist einer der größten Boliviens und bietet eine große Vielfalt an Flora und Fauna. Der Park erstreckt sich über 1.895.750 ha, von der Andes Royal Range bis zum Bassin des Amazonas und bietet eine unvergleichbare Artenvielfalt.

TITIKAKASEE - SONNENINSEL & MONDINSEL

Die Sonneninsel ist die größte Insel des Titikakasees. Dieser ist mit einer Höhe von 3.810 Metern der höchst gelegene schiffbare See der Welt und eine beliebte Sehenswürdigkeit. Auf der Insel befinden sich mehrere sehr schöne Ecolodges, die einen tollen Blick über den See und die Anden am Horizont bieten. Neben der mystischen Atmosphäre und fantastischen Natur besticht die Sonneninsel vor allem durch ihre Große Bedeutung in der Kultur der Inka. Laut deren Entstehungsgeschichte sind hier die ersten Inka Manco Cápac und seine Frau Mama Ocllo, auf einem Felsen der Isla del Sol zur Erde gelassen worden. So findet man hier auch viele Hinterlassenschaften und Ruinen aus dieser Zeit wie z.B. den Inkatempel, die Treppe des Inka und den Inkabrunnen. Außerdem kann man ein kleines Goldmuseum und das Labyrinth des Inka besichtigen. Eine kleinere, benachbarte Insel ist die so genannte Mondinsel.

PILON LAJAS BIOSPHERE RESERVE - Ab La Paz

Das Pilon Lajas Biosphärenreservat besticht durch seine große Vielfalt an Tieren und Pflanzen und legt großen Wert auf dessen Erhalt. Hier trifft man zum Beispiel Kaimane, Anacondas oder Delphine. Mapajo ist eine auf Gemeinschaft basierende Ecolodge und wird von einheimischen Gemeinden geleitet. Die Einnahmen werden für Projekte der Dorfgemeinschaft und der lokalen Bevölkerung genutzt.

AMBORO NATIOANLAPARK - La Yunga und Samaipata Ruinen

Im Westen von Santa Cruz befindet sich der Amboro Nationalpark. Im Park befinden sich verschiedene Vegetationsformen sowie zahlreiche verschiedene Pflanzen und Tiere. Seltene Tierarten, wie z.B. den Andenbär, den Ara Rubrogenys, den Riesenotter und den Andenfelsenhahn sowie über 600 weitere Vogelarten kann man hier finden. Zu den Attraktionen des Parks gehören eindrucksvolle Wasserfälle, tropische Fauna und Flora, Aussichtspunkte, Naturpools, die grüne Lagune und zahlreiche Schluchten.

 
 Fläche::      

1.098.581 qkm.

     
 Bevölkerungszahl::      

8.857.870 (2005).

     
 Bevölkerungsdichte::      

8 pro qkm.

     
 Hauptstadt::      

Sucre. Einwohner: 224.800 (2005).

     
 Verwaltungs- und Regierungssitz::      

La Paz. Einwohner: 812.800 (2005).

     
 Geographie::      

Bolivien ist ein Binnenland. Es grenzt im Westen an Peru, im Norden und Osten an Brasilien, im Südosten an Paraguay, im Süden an Argentinien und im Südwesten an Chile. Das weitgehend unfruchtbare Hochplateau Altiplano, eingefasst von den Anden, liegt etwa 4000 m ü. d. M. und macht etwa ein Drittel der Landesfläche aus. Etwa 70% der Bevölkerung leben hier, von denen fast ein Drittel Stadtbewohner sind. Die zweite geographische Region ist ein fruchtbares Tal, das zwischen 1800 m und 2700 m ü. d. M. liegt. Das feucht-tropische, bewaldete Tiefland (Llano) im Osten nimmt zwei Drittel der Gesamtfläche ein.

 
 Staatsform::      

Präsidialrepublik seit 1967. Verfassung von 1994. Zweikammerparlament (Congreso Nacional) aus Senat (Camara de Senadores) mit 27 Mitgliedern und Abgeordnetenhaus (Camara de Diputados) mit 130 Mitgliedern. Legislaturperiode: 5 Jahre. Staats- und Regierungschef: Carlos Diego Mesa Gisbert, seit Oktober 2003. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre, keine Wiederwahl. Unabhängig seit 1825 (ehemalige spanische Kolonie).

 
 Sprache::      

Amtssprache ist Spanisch; daneben auch die Indianersprachen Aimará, Quechua und Tupi-Guarani. Englisch sprechen einige Beamte und Geschäftsleute.

 
 Religion::      

Katholizismus (95%) ist Staatsreligion; Protestanten (ca. 50.000), Bahai.

 
 Ortszeit::      

MEZ -5. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Bolivien.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -5 Std. und im Sommer -6 Std.

 
 Netzspannung::      

220 V, 50 Hz; La Paz: 110/220 V, 50 Hz; Potosí: 110 V. Die meisten Hotels haben zweipolige Steckdosen für beide Stromstärken. Abweichungen können vorkommen.

 
 Einreisebestimmungen::      

Reisepass für Aufenthalt bis 90 Tagen, muss 6 Monate über das Einreisedatum hinaus Gültigkeit haben, sowie ausreichende Geldmittel. Besitz der erforderlichen Rück- oder Weiterreise-Tickets. Bei Kindern muss die im Kinderausweis eingetragene Nationalität "deutsch" lauten.

 
 Verkehr:      

Rechtsverkehr, der intern. Führerschein muss im Land von der dafür zuständigen Stelle abgestempelt werden

 
 Impfvorschriften::      

Keine Impfungen zwingend vorgeschrieben außer bei der Einreise aus Gelbfieber-Infektionsgebieten.
Als Infektionsgebiete gelten:
Angola, Bolivien, Ecuador, Gambia, Guinea, Kamerun, Kolumbien, Mali, Nigeria, Peru, Sudan, Zaire.Dringend empfohlen wird jedoch, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Infektionsrisiken im Lande zu informieren und sich gegebenfalls dementsprechend zu schützen. In einigen Gebieten Lateinamerikas herrscht hohes Malaria und teilweise auch Gelbfieberrisiko!

 
 Devisenbestimmungen::      

Währung: Boliviano (Bs),
Einfuhr und Ausfuhr: Bei Landes- und Fremdwährung unbeschränkt
Empfehlung: US-Dollar-Noten und -Reiseschecks. Internationale Kreditkarten (Amex, Visa, Diners, Master Card) werden in großen Hotels und Geschäften sowie überregionalen Mietwagenunternehmen häufig akzeptiert.


 
 Essen & Trinken::      

Die bolivianische Küche ist unverwechselbar gut. Nationalgerichte sind Empanada Salteña (Fleisch, Schnittlauch, Rosinen, Kartoffeln, scharfe Soße und Paprika in Teig gebacken), Lomo Montado (zartes Steak mit zwei Eiern, garniert mit Reis und gebratener Banane als Beilage), Picante de Pollo (Hähnchen, Bratkartoffeln, Reis und Salat mit Chili), Chuño (gefriergetrocknete Kartoffeln,

 
die in Chairo-Suppe gekocht werden) und Lechón al Horno (Spanferkel mit Süßkartoffeln und Kochbananen). Getränke: Bolivianisches Bier, besonders Cruzena, ist unter den südamerikanischen Biersorten besonders zu empfehlen. Chicha wird aus fermentiertem Getreide und Mais gebraut und ist sehr stark. Mineralwasser und andere alkoholfreie Getränke sind überall erhältlich.

 
 Nachtleben::      

In La Paz gibt es zahlreiche Nachtklubs, die meist gegen Mitternacht öffnen, und unzählige Whiskerias, wie die einheimischen Bars genannt werden. Freitags und samstags finden ab ca. 20.00 Uhr Volksmusik- und Tanzaufführungen statt. In Cochabamba und Santa Cruz gibt es Diskotheken.

 
 Einkauftipps::      

Beliebte Souvenirs sind Holzschnitzereien, Schmuck, Lama- und Alpacadecken, indianische Handarbeiten sowie Gold- und Silberschmuck.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.30-12.30 und 15.00-19.30 Uhr, Sa 10.00-15.00 Uhr.

 
 Sport::      

Fußball ist der beliebteste Publikumssport. Golf und Bergsteigen werden angeboten. Skilaufen ist im April, Mai, September und Oktober möglich. Die Piste auf dem Monte Chacaltaya ist die höchstgelegene der Welt. Forellenangeln ist besonders beliebt.

 
 Land & Leute::      

Die üblichen Höflichkeitsformen gelten auch hier. Traditionen sollten respektiert werden. Die bolivianische Landbevölkerung nennt sich Campesinos, nicht Indios. Westliche Kleidung und Eßgewohnheiten werden auch langsam von den Campesinos übernommen. Bei gesellschaftlichen Anlässen ist elegantere Kleidung angebracht, ansonsten wird legere Freizeitkleidung akzeptiert. Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet. Trinkgeld: Üblich sind 5-10% in Hotels und Restaurants, obwohl bereits 25% für Bedienung berechnet wird. Gepäckträger erwarten ebenfalls Trinkgeld.

 
 Telefon::      

Internationale Direktdurchwahl.

 
 Landesvorwahl::      

591.

 
 Mobiltelefon::      

GSM 1900, Hauptnetzbetreiber umfassen VIVA (www.nuevatel.com) und Entel Móvil SA (www.entelmovil.com.bo).

 
 Faxanschlüsse::      

Sind vorhanden.

 
 Internet/Email::      

Hauptanbieter ist Megalink (Internet: www.megalink.com). In den größeren Städten gibt es Internetcafés.

 
 Post::      

Luftpost nach Europa braucht 3-4 Tage. Postlagernde Sendungen sind möglich.

 
 Deutsche Welle::      

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

 
 Klima::      

Gemäßigtes Klima mit großen Unterschieden zwischen Tag und Nacht. Zwischen November und März fällt der meiste Niederschlag. Die Nordosthänge der Anden sind subtropisch. La Paz wird oft als unangenehm empfunden, da die Luft durch die Höhenlage sehr dünn ist. In den Bergen wird es nachts empfindlich kühl.