 |
 |
 |
 |
 |
|
Länderinformation: Brasilien |
|
 |
|
| Fläche:: |
|
|
|
8.511.965 qkm.
|
|
|
|
| Bevölkerungszahl:: |
|
|
|
186.112.790 (2005)
|
|
|
|
| Bevölkerungsdichte:: |
|
|
|
22 pro qkm.
|
|
|
|
| Hauptstadt:: |
|
|
|
Brasília. Einwohner: 2.207.700 (2005).
|
|
|
|
| Geographie:: |
|
|
|
Brasilien bedeckt fast die Hälfte Südamerikas (fünftgrößtes Land der Erde) und grenzt mit Ausnahme
Chiles und Ecuadors an alle südamerikanischen Länder. Der Atlantik bildet die östliche Grenze.
Das Land besteht zu ca. 60% aus Hochebene und zu 40% aus Flachland. Im Süden, am Dreiländereck
Brasilien, Argentinien, Paraguay, befinden sich die Iguaçu-Fälle mitten im Dschungel.
Die Guyana-Hochebene nördlich des Amazonas besteht teils aus dichten Wäldern, teils aus Steinwüste.
|
|
Zwischen dem Amazonas und den Flüssen des Südens liegt der Bundesstaat Mato Grosso,
Brasiliens riesige Hochebene. Die Berge im Südosten, Sierra da Mantiqueira, erreichen eine Höhe von rund 2800 m.
Niedrigere Berge, z. B. in Rio de Janeiro, bilden eine Barriere an der Atlantikküste, die durch zahlreiche Lagunen
durchbrochen wird. Die Bundesstaaten Minas Gerais (im Süden), São Paulo, Rio de Janeiro und Paraná sind dicht besiedelt.
|
|
| Staatsform:: |
|
|
|
Bundesrepublik seit 1988. Verfassung von 1988, letzte Änderung 1997. Zweikammern-Bundesparlament:
Abgeordnetenhaus (513 Mitglieder) und Senat (81 Mitglieder). Staats- und Regierungschef:
Luiz Inácio Lula da Silva, seit 2003.
|
|
Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 4 Jahre (einmalige Wiederwahl).
Die 26 Bundesstaaten haben eigene Länderparlamente, denen jeweils ein Gouverneur vorsteht.
Unabhängig seit 1822 (ehemalige portugiesische Kolonie).
|
|
| Sprache:: |
|
|
|
Amtssprache ist Portugiesisch. Englisch und Spanisch wird vereinzelt gesprochen.
Im Süden wird auch Deutsch gesprochen, besonders in Santa Catarina,
Rio Grande do Sul und Paraná ebenso Französisch und Italienisch; rund 180 Indianersprachen.
|
|
| Religion:: |
|
|
|
80% römisch-katholisch; 10% Protestanten, andere christliche Gemeinschaften, Minderheiten von Buddhisten,
Bahai, Muslimen und Juden; Naturreligionen und afrobrasilianische Kulte.
|
|
| Ortszeit:: |
|
|
|
Brasilien hat mehrere Zeitzonen:
Brasilien-Zeit (Hauptstadtgebiet und Südregion (Rio de Janeiro, Sao Paolo, Santa Catarina etc.): MEZ -4. Sommerzeit MEZ -5 Std. Sommerzeitumstellung: Sonntag nach 15.Oktober bis Sonntag nach 15. Februar.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) und im Sommer (in Mitteleuropa) jeweils -5 Std. Im März beträgt die Differenz zu Mitteleuropa - 4 Std.
Mittel- und Ostregionen (Bahia, Para, Rondonia, Pernambuco, Tocantins, Sergipe): MEZ -4. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
|
|
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) -4 Std. und im Sommer (in Mitteleuropa) -5 Std.
Westen (Mato grosso do Sul, Mato Grosso): MEZ -5. Sommerzeit MEZ -6 Std. Sommerzeitumstellung. Sonntag nach 15.Oktober bis Sonntag nach 15. Februar.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) und im Sommer (in Mitteleuropa) jeweils -6 Std. Im März beträgt die Differenz zu Mitteleuropa - 5 Std.
Acre-Zeit (Acre und der südwestliche Teil des Staates Amazonas): MEZ - 6. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) -6 Std. und im Sommer (in Mitteleuropa) -7 Std.
|
|
| Netzspannung:: |
|
|
|
Salvador (Bahia) und Manaus: 127 V / 60 Hz; Brasília und Recife: 220 V, 60 Hz; Rio de Janeiro und São
Paulo 110/220 V, 60 Hz. Zweipolige Stecker.
|
|
| Einreisebestimmungen:: |
|
|
|
Für Besucher und Touristen noch 6 Monate gültiger Reisepass für Aufenthalt bis zu 90 Tagen;
Aufenthaltsverlängerungen um 90 Tage im Land möglich. Gesamtaufenthalt darf 180 Tage innerhalb
von 12 Monaten nicht überschreiten. Besitz der erforderlichen Rück- oder Weiterreisepapiere und
ausreichender Geldmittel (gilt auch für Staatsangehörige anderer EU-Länder).
|
|
Für Kinder: Kinderausweis, eingetragene Nationalität muss "deutsch" lauten, oder Reisepass jeweils mit
Lichtbild und falls erforderlich - Visum. Minderjährige benötigen zur Alleinreise eine Reiseerlaubnis,
unterzeichnet von beiden Eltern, die ins Portugiesische übersetzt und von einem Notar beglaubigt ist.
|
|
| Verkehr:: |
|
|
|
Rechtsverkehr, internationaler Führerschein für Touristen erforderlich.
|
|
| Impfvorschriften:: |
|
|
|
Keine Impfungen zwingend vorgeschrieben außer bei der Einreise aus Gelbfieber-Infektionsgebieten.
Als Infektionsgebiete gelten: Angola, Bolivien, Ecuador, Gambia, Guinea, Kamerun, Kolumbien,
Mali, Nigeria, Peru, Sudan, Zaire.
|
|
Dringend empfohlen wird jedoch, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Infektionsrisiken im
Lande zu informieren und sich gegebenfalls dementsprechend zu schützen. In einigen Gebieten
Lateinamerikas herrscht hohes Malaria und teilweise auch Gelbfieberrisiko!
|
|
| Devisenbestimmung:: |
|
|
|
Währung: Real (R$), Einfuhrbestimmungen: Einfuhr von Landeswährung in vernünftigem Umfang,
Fremdwährung unbegrenzt. EUR- und US$-Reiseschecks werden akzeptiert. Internationale Kreditkarten
werden in größeren Hotels und in den Geschäften der Großstädte akzeptiert.
|
|
| Essen & Trinken:: |
|
|
|
Die brasilianische Küche mit ihren zahlreichen regionalen Varianten ist einzigartig.
Die Bahia-Küche geht auf die Zeit der Sklaverei zurück. Küchenreste und alles, was man fangen konnte,
wurde mit Kokosmilch und Palmöl zubereitet. Besondere Spezialitäten sind Vatapá (Krabben, Fischöl, Kokosmilch, Brot und Reis),
Sarapatel (Leber, Herz, Tomaten, Paprikaschoten, Zwiebeln und Soße) und Caruru (Krabben, Okra, Zwiebeln und Paprikaschoten).
Spezialitäten vom Rio Grande do Sul sind Churrasco (gegrilltes Rindfleisch mit einer Soße aus Tomaten und Zwiebeln)
und Galleto al primo Canto (Hähnchenstücke am Spieß in Weißwein und Öl). Aus dem Amazonasgebiet kommen Pato no Tucupi
(Ente in aromatischer Wildkräutersoße) und Tacacá (dickflüssige gelbe Suppe mit Krabben und Knoblauch).
Im Nordosten werden viele Gerichte mit getrocknetem Salzfleisch und Bohnen zubereitet.
Besonders beliebt in Rio ist Feijoada (Eintopf aus schwarzen Bohnen,
|
|
Fleisch vom Rind und Schwein, Würstchen, Koteletts, Schweineohren und -schwänze mit Reis, gekochtem Gemüse und Orangenscheiben).
Traditionell wird es nur samstags zum Mittagessen zubereitet. Ein Feijoada-Restaurant in São Paulo bietet das Gericht jedoch
täglich an. Getränke: Zahlreiche Spirituosen werden im Land produziert und angeboten. Frisch gepreßte Fruchtsäfte gibt es überall.
Vitaminas sind dickflüssige Frucht- oder Gemüsesäfte mit Milch gemischt. Kaffee wird meist mit Milch und Zucker serviert.
Das Bier ist ausgezeichnet. Bier vom Faß wird Chopp genannt. Cachaça, Pitu oder Aguardente schmecken ähnlich wie Whisky
und werden von Einheimischen (weniger Besuchern) gern getrunken. Das brasilianische Nationalgetränk ist Caipirinha
(zerstampfte Limonen, brauner Zucker, Cachaça und zerstoßenes Eis). Es gibt Variationen mit Wodka anstelle des Cachaça,
Caipirosca genannt und das gleiche mit weißem Rum heißt Caipirissima. In Bars bestellt man teils am Tisch, teils am Tresen.
|
|
| Nachtleben:: |
|
|
|
Das vielseitigste Angebot gibt es in Rio und São Paulo. In den größeren Nachtklubs in Rio fangen die Shows erst nach
Mitternacht an; zahlreiche kleine Nachtklubs (Boites) bieten allabendlich Programme an. Die Nachtlokale in São Paulo
sind im Allgemeinen eleganter, die Auswahl größer. Viele Shows fangen früher an als in Rio.
|
|
| Einkauftips:: |
|
|
|
Geschäfte und Märkte in Rio und São Paulo sind bis in die späten Abendstunden geöffnet. Zahlreiche Geschäfte in Rio und
Bahia bieten Antiquitäten und Schmuck an. Edelsteine (insbesondere Smaragde), Schmuck (vor allem Silber), Andenken,
zum Verkauf freigegebene Antiquitäten und Lederwaren werden überall angeboten. In São Paulo kann man Kleidung,
Antiquitäten, Kristall und Keramik erwerben.
|
|
Vor den »Dschungel-Souvenirs«, die vor allem in Belém angeboten werden, sei gewarnt – mit dem Erwerb unterstützt man
die systematische Plünderung des Regenwaldes. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00-19.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr.
Einkaufszentren: Mo-Sa 10.00-18.00 Uhr, So 13.00-18.00 Uhr. Öffnungszeiten variieren, zahlreiche Geschäfte schließen
erst in den späten Abendstunden.
|
|
| Sport:: |
|
|
|
Fußball ist nationale Leidenschaft, da Brasilien die Fußballweltmeisterschaft fünfmal gewonnen hat.
Andere Ballsportarten und Leichtathletik sind deshalb jedoch nicht weniger beliebt. Capoeira ist heute ein Tanzkampf,
der ursprünglich von den schwarzen Sklaven zur Selbstverteidigung entwickelt wurde. Der Kampf wird von den Rhythmen
der Berimbau begleitet (ein Instrument,
|
|
das aus einem mit Draht bespannten Holzbogen und einer Kokosnußschale als Resonanzkasten besteht). Bergsteigen,
Drachenfliegen und Autorennen sind häufige Freizeitbeschäftigungen. An der Küste gibt es überall Wasserski- und
Tauchklubs. Sportfischen, Angeln und Wellenreiten sind ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen.
|
|
| Land & Leute:: |
|
|
|
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Brasilianer sind sehr gastfreundlich und bieten häufig Tee oder Kaffee oder sogar
ein ganzes Essen an. Ein Brasilianer hat viel Zeit und überstürzt nichts. Dementsprechend viel Zeit muss man selber
mitbringen; in Banken, Imbissen, bei der Gepäckaufbewahrung usw. Ein Blumenstrauß wird gern angenommen. Andenken aus
dem Heimatland des Besuchers sind ebenfalls beliebt. Freizeitkleidung ist tagsüber akzeptabel, abends zieht man sich
etwas eleganter an.
|
|
Schriftliche Einladungen zu gesellschaftlichen Ereignissen enthalten im allgemeinen Hinweise zur Garderobe. Rauchen ist fast überall gestattet.
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch und sehr gläubig, Besucher sollten dies respektieren.
In Großstädten sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen. Trinkgeld: 10-15% sind angemessen. Mitunter ist das
Bedienungsgeld bereits in der Rechnung enthalten.
|
|
| Telefon:: |
|
|
|
Internationale Direktdurchwahl.
|
|
| Landesvorwahl:: |
|
|
|
55.
Embratel ist einer der Haupttelekommunikationsanbieter (Internet: www.embratel.com.br).
Es gibt Büros in Rio de Janeiro and São Paulo. Zeitungshändler verkaufen cartões telefônicos (Telefonkarten),
die zwischen 2,50 R$ und 10 R$ kosten, oder fichas (Telefonchips; fichas interurbanas für Ferngespräche)
für öffentliche Telefonzellen. Internationale R-Gespräche sind von jeder Telefonzelle aus möglich.
|
|
| Mobiltelefon:: |
|
|
|
Analoge und digitale Netze; es gibt verschiedene Netzbetreiber, unter anderen TCO (Internet: www.tco.com.br) und Americel
(Internet: www.americel.com.br). Seit kurzem gibt es auch GSM 1800 Netzwerke, Hauptnetzbetreiber sind TNL PCS SA
(Internet: www.oi.com.br), SERCOMTEL, Brasil Telecom Celular, TIM Brasil (Internet: www.timbrasil.com.br) und Claro.
|
|
Hinweis: Im Umkreis von 3 km von Flughäfen, insbesondere Rio und Sao Paulo, sollten Mobiltelefone nicht eingeschaltet werden,
um unberechtigte Nutzung des Telefonanschlusses durch Dritte zu vermeiden.
|
|
| Faxdienst:: |
|
|
|
In den Hauptpostämtern der Großstädte und in großen Hotels.
|
|
| Internet/Email:: |
|
|
|
Zu den Hauptanbietern zählt Terra (Internet: www.terra.com.br); Internetcafés findet man in größeren Städten.
Einige Hotels bieten ihren Gästen Internetanschlüsse. Oft gibt es auch auf Flughäfen und manchmal auch in
Postämtern Zugang zum Netz.
|
|
| Post:: |
|
|
|
Der Postverkehr ist verhältnismäßig zuverlässig. Wer Briefe per Einschreiben schickt oder eine Frankiermaschine benutzt,
umgeht das Risiko, dass die Briefmarke abgelöst wird. Luftpost nach Europa benötigt 4-6 Tage, auf dem Seeweg mindestens
4 Wochen.
|
|
| Deutsche Welle:: |
|
|
|
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich,
die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de)
anzufordern.
|
|
| Klima:: |
|
|
|
Trockenes Buschland im Landesinneren, Regenwald am Amazonas und Strände an der Ostküste sorgen für ein regional stark
unterschiedliches Klima. Im Süden sind Temperaturen gemäßigter. Regenzeit im Norden Januar - April, im Nordosten April -
Juni und in Rio/São Paulo November - März.
|
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
|